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Das Projekt GASKESSEL WUPPERTAL

Nach fast anderthalb jähriger Planungsphase, ist im November 2015 der Baustart für dieses einzigartige, europaweite Umnutzungskonzept erfolgt.

Der Scheibengasbehälter in Wuppertal-Heckinghausen ist der Erste von ca. 470 weltweit gebauten Behältern dieser Art (Bauweise Firma MAN), der einer völlig neuen nachhaltigen Nutzung zugeführt werden soll.

Der wohl bekannteste Gaskessel in Deutschland ist der Gasometer in Oberhausen. In diesem befinden sich heute reine Ausstellungsflächen.

In Deutschland gab es viele Ansätze und Planungen für Umbauten von Gasbehältern. Aber noch nie wurde aus einer fiktiven Idee auch eine Umsetzung realisiert.

Was ist ein Scheibengasbehälter?

Diese Frage stellten sich natürlich auch am Anfang die Visionäre und Investoren dieses Projektes. Ein Scheibengasbehälter ist ein zylinderförmiger Stahlkörper in verschiedenen Höhen, dessen Grundgerüst aus mehreren senkrechten Pfosten besteht (Mantelstiele) und mit ebenen Blechen ausgefacht ist (Mantelbleche). Sie schlossen den Gaskessel gasdicht ab und sorgten für seine Stabilität. Diese vieleckige Bauart (Polygon) wurde vom weltweit bekannten Fahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg) erstmalig 1915 gebaut.

Der 1950 durch die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) errichtete Gaskessel in Wuppertal-Heckinghausen diente bis zum Umbau des Versorgungsnetzes der Gasversorgung des östlichen Stadtteils.

Im Inneren des Gaskessels befindet sich eine Scheibe, die mit Betongewichten beschwert war um den Gasdruck einzustellen. Unterhalb der Scheibe befand sich das gespeicherte Gas. Je nach Gasmenge glitt die Scheibe an den ölgeschmierten Wänden auf und ab. Dieses Ölgemisch erreichte zusätzlich, dass die Wände dicht waren. Das schützende und getrocknete Ölgemisch dient heute den Innenwänden des Gaskessel als schützende Schicht vor Korrosion.

Für die Verdrängung oder Nachströmung des benötigten Luftvolumens diente der sogenannte „Dom“, der sich auf dem Dach des Gaskessels befindet.

Der Scheibengasbehälter in Wuppertal hat insgesamt drei Umläufe, die bisher über einen Treppenaufgang erreicht werden konnten. Ebenso führte ein Fahrstuhl für reine Kontrollgänge zum Dach.

Der Gaskessel wurde im Jahre 1997 durch die WSW außer Betrieb gesetzt und durch eine hochmoderne Pumpenanlage ersetzt. Im Jahre 1998 erhielt der Gaskessel den Denkmalschutz.